Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer



Wenn...

  • Sie mit Ihrer Tochter/Ihrem Sohn oft Streit haben
  • Sie sich mit ihr/ihm z B. über schulische Probleme auseinandersetzen müssen oder
  • Ihre Tochter/Ihr Sohn wenig mit ihrer/seiner Freizeit anzufangen weiß und
  • Entwicklungsprobleme erkennbar eingetreten sind,

... kann die Erziehungsbeistand für Kinder und Jugendliche eine wirksame Hilfe zur Erziehung sein.

Die Erziehungsbeistand/Der Betreuungshelfer dient der Förderung der emotionalen und sozialen Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen und soll zur Bewältigung von Alltagssituationen sowie zum Aufarbeiten und Bewältigen aktueller Konfliktsituationen beitragen. Sie zielt auf Verhaltensänderungen beim Kind oder Jugendlichen, einschließlich des Sozial- und Leistungsverhaltens in der Schule.

Die Hilfe knüpft an die spezifischen Probleme der jungen Menschen an, wobei das soziale Umfeld einzubeziehen ist und bei Kindern und jüngeren jugendlichen in der Regel der Bezug zur Familien möglichst erhalten werden soll.

Die Arbeitsform ist in der Regel am einzelnen jungen Menschen orientiert und schließt begleitende Elternarbeit ein.

Nach den Berliner Ausführungsvorschriften ist die Hilfe in der Regel auf einen Zeitraum von nicht unter vier Monaten und nicht über einem Jahr angelegt; dabei kann die Hilfe auf jeden Fall einmal verlängert werden. Wöchentlich sollen durchschnittlich 8, jedoch nicht mehr als 12 Stunden angesetzt werden. Daneben können zur Intensivierung oder in Ergänzung der Erziehungsbeistand Wochenendunternehmungen und Ferienreisen durchgeführt werden, wenn dies Bestandteil der Konzeption ist.

Aufgrund der vielfältigen ProblemIagen muss der Erziehungsbeistand gut qualifiziert sein und über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Voraussetzungen bei staatlich anerkannten Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen mit entsprechender mehrjähriger Berufserfahrung vorliegen.

Zuständig für die Umsetzung dieser Hilfe ist der Sozialpädagogische Dienst des Jugendamtes. Er prüft in engem Zusammenwirken mit Ihnen, Ihrem Kind oder Ihrem Jugendlichen ob die Hilfe geeignet und notwendig ist. Ohne Ihre Bereitschaft zu Zusammenarbeit mit der entsprechenden Fachkraft und ohne verbindliche Mitwirkung Ihrer Tochter/Ihres Sohnes kann die Erziehungsbeistand nicht umgesetzt werden.

Die Durchführung der Hilfe liegt in den Händen von Einzelpersonen und freien Trägern der Jugendhilfe.

Ist die Erziehungsbeistand nach Feststellung des erzieherischen Bedarfs die geeignete und notwendige Hilfe, besteht auf sie ein einklagbarer Rechtsanspruch.

Eine Kostenbeteiligung ist - außer bei den Ferienreisen - nicht vorgesehen.

Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 KJHG)

Sozialpädagogische Familienhilfe können Familien oder Alleinerziehende in Anspruch nehmen, wenn sie mehrere der folgenden Punkte für sich mit "Ja" beantworten:

  • Fühlen Sie sich mit der Erziehung Ihrer Kinder überfordert?
  • Haben Sie Probleme mit Ihrem Partner?
  • Gibt es Schwierigkeiten bei der Haushaltsführung und Haushaltsplanung?
  • Leiden Sie unter ungünstigen Wohnbedingungen?
  • Machen sich bei Ihren Kindern Lernstörungen, Schulprobleme oder Probleme der Freizeitgestaltungbemerkbar oder
  • besteht bei Ihnen eine hohe finanzielle Verschuldung, die sich auf das ganze Familienleben auswirkt?

Die sozialpädagogische Familienhilfe soll eine spürbare praktische Lebenshilfe sein.

Sie soll

  • die Entwicklung der Selbsthilfepotentiale der ganzen Familie anregen (insbesondere die erzieherische Kompetenz stärken)
  • die Kräfte und Ressourcen bei der Lösung von Alltagsproblemen und Krisen mobilisieren und
  • Entlastung schaffen (siehe § 31KJHG).

Die Hilfe wird ambulant durchgeführt, d.h. überwiegend in der Wohnung der Familie der Antragsteller. Sie soll eine spürbare praktische Lebenshilfe sein, die die aktive Mitarbeit aller Familienmitglieder erfordert.

Bestandteile der Hilfe sind u.a.:

  • Beratung bei Erziehungs- und Beziehungsfragen und -problemen
  • Beratung und Begleitung bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben (Haushaltsführung, Gesundheitsversorgung, Kontakt mit Behörden und Institutionen usw.)
  • Beratung und Begleitung bei schulischen und beruflichen Fragen (z.B. Klärung und Bearbeitung von Lernstörungen in Verbindung mit Schularbeitshilfe, Integration in das Arbeitsleben)
  • Unterstützung beim Aufbau und bei der Aktivierung von Beziehungen zwischen der Familie und dem Umfeld (Nachbarschaft, Impulse für aktive Freizeitgestaltung, Sportvereine usw.).

Die sozialpädagogische Familienhilfe ist in der Regel auf einen Zeitraum bis zu einem Jahr angelegt und kann verlängert werden. Wöchentlich sollen durchschnittlich 2, aber nicht mehr als 16 Stunden angesetzt werden.

Es wird eine bestimmte Einzelperson (bzw. ein freier Träger) für die Betreuung der Familie zuständig, die eine Nähe zu den Problemen der Familie hat. Der/Die Familienhelfer/in muss dafür eine Qualifikation nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese Voraussetzungen bei staatlich anerkannten Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen mit entsprechender mehrjähriger Berufserfahrung vorliegen.

Zuständig für die Hilfe ist der Sozialpädagogische Dienst des Jugendamtes. Er arbeitet eng mit den Eltern und ihren Kindern bzw. jugendlichen und den Familienhelferinnen zusammen.

Auf diese Hilfe besteht ein Rechtsanspruch, wenn sie als geeignet und notwendig angesehen wird.

Die Hilfe ist kostenfrei.

 

(§30 KJHG)



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