GRUNDTVIG

BESCHREIBUNG DES PROJEKTS

Das Projekt verbindet kreative Medienarbeit mit Biografie- und Diversity-Arbeit.

Europäern sind über einige Generationen Erfahrungen von Migration, Flucht und Neuanfang gemeinsam, obwohl ihre Erfahrungen – Ankunft, Fußfassen, das Schicksal der ersten Generation, der zweiten und dritten Generation – unterschiedlichen verliefen. Oft sind jungen Menschen heute die Erfahrungen ihrer Großeltern, der ersten Generation, unbekannt oder schwer zu verstehen. Die Methode "Recycling Movie" brachte unterschiedliche Teilnehmende dazu, über Identitäten, Familie, Gemeinschaft und auch Ausgrenzungserfahrungen zu diskutieren.

Am Projekt waren Menschen im Alter von 17 bis 71 Jahren beteiligt. Sie kamen aus 4 Ländern hatten aber noch mehr Migrationserfahrung, kulturelle Hintergründe und verschiedene  Muttersprachen (außer den EU-Sprachen), z.B. Arabisch und Russisch.

Die vielen Diskussionen zur Frage der Vielfalt von teilnehmenden Personen und Organisationen bildeten einen Schwerpunkt der Austauscharbeit. Überraschend war zu Beginn, wie unterschiedlich die Partner Ziele und Methoden des Projekts interpretierten (Filmerstellung ist das unser Ziel oder der Weg?).

Am Ende haben wir geschafft, uns in diesen Fragen zu einigen, Unterschiede wahrzunehmen und wertzuschätzen. Schließlich produzierten unsere Teilnehmenden 5 Filme in 4 Sprachen, die uns und andere emotional und technisch-künstlerisch beeindruckt haben. Es fanden sich überraschende Gemeinsamkeiten in Auswahl der Themen und des Film-Materials: Kindheit, Krieg, Grenzkontrollen, Migration und persönliche Identitätssuche wurden verabeitet. Als hätte eine gemeinsame Hand diese Filme gedreht. In verschieden Filmaufführungen und Teilnahme an Filmfestivals und Diskussionsrunden erlebten wir positive Resonanz des Publikums: Alte und junge Menschen, die nichts mit dem Projekt zu tun hatten, fanden sich in den Filmen und Geschichten wieder, fanden hier Anlass zum gemeinsamen Gespräch über alle Grenzen hinweg.

ERGEBNISSE

Nationaler Workshop – Film

Berlin, Herbst 2011: Altersbreite und diverse Herkunft der TN (GER, UKR, AUS,RU) haben uns bereichert. Während der Sichtung des Rohmaterials beobachteten wir, dass derselbe Film von unterscheidlichen Altergruppen anders wahrgenommen wird. Die Gruppe tauschte Erfahrungen und Kindheitserinnerungen aus, danach wählte sie die Filmsequenzen aus. Unser Film "The Way" sollte von 3 Entwicklungsstufen eines Menschen erzählen - Kindheit-Erwachsenleben-Lebensabend - und der Suche nach Identität.

Film "The Way"

Rais Khalilov – Integrationswerk Respekt e.V, Berlin 2011, 15:26 Min. Diesen Film haben mehrheitlich Berliner mit russisch oder ukrainischer Herkunft realisiert. Er zeigt Menschen, die in Deutschland leben, zeichnet ihre Freundschaften in Deutschand, Großbritannien und Frankreich nach aber auch ihren Stolz auf ihre Wurzeln und die eigene Kultur. Der Film sprcht über die persönliche Suche nach Identität. Die gesamte technische Arbeit wurde mit dem Programm Adobe Premiere Pro CS5.5. umgesetzt.

Besuch und Treffen im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf

Herbst 2011: Der Besuch im Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf wurde von RESPEKT und Dank der Unterstützung von Minika Thiemen (ehml. Bezirksbürgermeisterin) und Mustapha Çakmakoğlu (bezirklicher Beauftragter für Integration) organisiert. Über das Engagement von RESPEKT und der Besuch der gesamten Projektgruppe im Rathaus wurde von der Lokalpresse in Artikeln würdigend berichtet.


Download Good Practice Guide for the project
Good Practice Guide    

Integrationswerk RESPEKT e.V. Tel.: 030 / 290 311 25 | Fax: 030 / 290 311 26 | E-Mail: info@respekt-berlin.com